Ju-Jutsu: Roman Apolonov vom JC Wiesbaden holt im kolumbianischen Bogotá den vierten Weltmeister-Titel in Serie

Mi, 29.11.2017, 15.55 Uhr
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von Tonja Bröder
Der Wiesbadener Kurier berichtet

Bericht im Wiesbadener Kurier am 29.11.2017

BOGOTA/WIESBADEN - (sc). Roman Apolonov streckte nach dem Kampf vier Finger in die Höhe. Einen für jeden Weltmeistertitel im Ju-Jutsu. Denn der Athlet des JC Wiesbaden – der ebenfalls amtierender Europameister ist – erkämpfte sich im kolumbianischen Bogotá auf über 2600 Metern Höhe in der Klasse bis 62 Kilogramm seinen vierten WM-Sieg in Serie. Und zeigte nach der für ihn enttäuschenden Bronzemedaille bei den World Games im polnischen Breslau im Juli eindrucksvoll, wer in dieser Gewichtsklasse der weltbeste Ju-Jutsuka ist.

„Ich bin sehr glücklich, aber habe das noch nicht ganz realisiert“, sagte Apolonov. Schließlich ist er der erste deutsche Ju-Jutsuka, der vier WM-Titel gewinnen konnte. Auf dem Weg dahin bekam es Apolonov, der 2015 wegen seines dualen Studiums bei der Polizei nach Wiesbaden gezogen ist, nach einem Freilos in der ersten Runde mit dem Niederländer Ecco van der Veer zu tun. Eine schwere Aufgabe. Die Apolonov gegen den späteren Drittplatzierten in einem lange engen Kampf meisterte. Um dann gegen den Kolumbianer Jairo Alejandro Viviescas so richtig aufzudrehen. Von Beginn des Kampfes an lag Apolonov in Führung. Ließ den Lokalmatadoren unter dem Strich keine Chance und zog souverän in das WM-Finale ein.

In dem der Ukrainer Bohdan Mochulskij wartete. Der Gewinner der World Games. An dem Apolonov in Breslau im Halbfinale gescheitert war. „Das ist ein bisschen der Dauerkonkurrent“, sagte der 25-Jährige. „Umso schöner, dass ich dieses Mal wieder gewinnen konnte.“ Denn in Bogotá drehte er den Spieß um – und schlug den Ukrainer. Das Verhältnis zum Dauerrivalen sei dennoch ausgesprochen gut. „Wir sind mit dem ukrainischen Team zurück nach Frankfurt geflogen“, sagte Apolonov. „Wir saßen nebeneinander und haben die ganze Zeit miteinander geredet.“

Wechsel in eine andere Gewichtsklasse<iframe id="google_ads_iframe_/110672100/wk_article_parallax_0" style="border: 0px none; vertical-align: bottom;" title="3rd party ad content" name="google_ads_iframe_/110672100/wk_article_parallax_0" width="1" height="1" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>

In Zukunft trifft der Wahl-Wiesbadener aber wohl auf andere Gegner. Apolonov wird in die Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm wechseln. „Die WM war ein schöner Abschluss“, sagte der 25-Jährige. „Ich will jetzt noch mal eine andere Erfahrung machen und mich weiter verbessern.“ Um in Zukunft die Anzahl an Titeln vielleicht noch weiter in die Höhe zu schrauben.

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