Judo Club Wiesbaden trauert um Ehrenmitglied Franz Josef Gresch

So, 18.12.2016, 08.33 Uhr
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von Tonja Bröder
Der Gründer des modernen JuJutsu stirbt kurz nach seinem 91. Geburtstag

Am 5. Dezember noch feierte Franz Josef Gresch seinen 91. Geburtstag. Nun ist er unerwartet gestorben. Sein Tod löst auf Vereins- und Verbandsebene große Traurigkeit aus.

Der Altpräsident und Ehrenvorsitzende des Judo Club Wiesbaden 1922 e.V. (JCW) gilt als Vater der modernen Selbstverteidigung.

Zusammen mit dem 2008 verstorbenen JCW-Ehrenmitglied Werner Heim legte er Mitte der fünfziger Jahre den Grundstein für das heutige JuJutsu.

Im Leben von Franz Josef Gresch gibt es eine Vielzahl an prägenden, sportlichen Funktionen. Diese zu gewichten ist schwer, jedoch möchten wir folgende Stationen gerne hervorheben.

1955 startet er als Sportwart im JCW. Durch neue, kämpferische Impulse legt er das Fundament für die erfolgreiche Wettkampfgeschichte des JCW.

1956 wird Gresch Gründungs-Landessportwart des Hessischen Judo Verband e.V.

1968 bekommt er den Auftrag vom Deutschen Judo Bund (DJB) / Deutschen Dan Kollegium (DDK), eine moderne Selbstverteidigung zu entwickeln. Das heutige JuJutsu entsteht und Gresch erwirkt, dass es als Sektion im DJB angesiedelt wird.

1969 wird er zum Bundessachbearbeiter des DJB berufen und 1978 übernimmt er die Leitung der Bundesgruppe JuJutsu im DDK.

19985 wird Franz Josef Gresch zum Präsidenten des JCW gewählt, seinem Heimatverein, dem er seit Jahrzehnten verbunden ist.

Geprägt von Zielstrebigkeit, innovativem Denken, stetem Fortschritt und unermüdlichem Einsatz gründet er 1990 zusammen mit Dietrich Brandhorst einen Bundesverband für Ju-Jutsu, den Deutschen JuJutsu Verband (DJJV).

1995 wird ein Jahr der Würdigungen. Der Bundesverband verleiht dem Ehrenpräsidenten des DJJV die goldene Ehrennadel. Auch der Landessportbund zeichnet ihn für besondere Verdienste um den Sport aus. Der Hessische JuJutsu Verband (HJJV) veranstaltet einen großen JuJutsu Nostalgielehrgang im Dojo des JCW, der von den Pionieren Werner Heim und Franz Josef Gresch anlässlich deren 70ten Geburtstage geleitet wird.

2012 wird Franz Josef Gresch mit dem 10. Dan JuJutsu die höchste Graduierung verliehen. Er geht als einziger Träger damit in die Geschichtsbücher ein.

Eine letzte Ehrung wird Franz Josef Gresch durch seine Vereinskameraden zuteil.

Wir behalten ihn in Erinnerung als großartigen Kampfsportlehrer, Vater und Entwickler des deutschen JuJutsu, als nahbaren, stets freundlichen und trotz seiner Erfolge bescheidenen Menschen.

Und danken ihm für seine großartige Arbeit rund um den Budosport und die Hingabe für seinen Verein, den Judo Club Wiesbaden. Seine Leistungen sind uns ein Vorbild.

Wir würdigen sie in unserer Erinnerung und erhalten Franz Josef Gresch ein ehrenvolles Andenken. Unser Mitgefühl gilt seinen Kindern und der Familie.

 

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Donnerstag,Dezember 2016 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Niedernhausen-Niederseelbach statt. Anstelle zugedachter Blumen bittet die Familie, im Sinne von Franz Josef Gresch, um eine Spende zugunsten "Forum Kinder in Not e.V. Neustetten“ IBAN: DE31 6415 0020 0002 7536 09, BIC: SOLADES1TUB Stichwort: Gresch.

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