Europacup Celje - dreimal knapp am Podium vorbeigeschrammt

Mo, 25.06.2018, 14.12 Uhr
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von Marcel Stebani
Weltmeister Wieczerzak zurück im Wettkampfgeschehen

Für Weltmeister Alexander Wieczerzak war es der erste Wettkampf nach einer längeren Verletzungspause. Eine Gewichtsklasse höher, im Limit bis 90 kg, machte Alex sechs Kämpfe, konnte davon vier für sich entscheiden und verlor den Kampf um Bronze gegen Nationalmannschaftskollegen Kurbjuweit-Garcia, der in seinem gewohnten Gewicht kämpfte, nur knapp.

Die beiden Auftaktkämpfe gegen Gegner aus der Ukraine sowie Ungarn sicherte sich Alex jeweils vorzeitig. Im Viertelfinale verlor Alex gegen den späteren Turniersieger aus Frankreich, nachdem er mit der ersten Wertung in Führung ging, leider doch noch. Es folgten weitere Siege gegen einen Slowenen sowie einen Russen und die knappe Niederlage gegen Kurbjuweit-Garcia.

Wichtiger als das Ergebnis ist die Tatsache, dass Alex wieder im „Wettkampfmodus“ ist und die lange Verletzungspause nun der Vergangenheit angehört. Der Blick richtet sich nun voll auf die kommenden Höhepunkte mit dem großen Ziel Olympia 2020 in Tokio, wo der große Wurf gelingen soll.

In nichts nach standen ihm unsere Athletinnen Lisanne Sturm (bis 48 kg) und Tamara Ohl (bis 52 kg), die sich jeweils auf einen starken siebten Platz hervorgekämpft haben.

Lisanne setzte sich im Auftaktkampf nach fast vier Minuten durch. Sie dominierte den Kampf und nutze einen schlechten Wurfansatz der Ungarin aus, um diese selbst zu werfen, die Wertung zu erhalten und aus dem anschließende Haltegriff gab es kein Entkommen.
Den Halbfinaleinzug verlor Lisanne gegen eine frühere Juniorenweltmeisterin aus Japan im Boden. Anschließend gab es die sechste Auflage mit der Österreicherin Kraft, nach zwei Unentschieden und drei knappen Niederlagen war Lisanne gut eingestellt, dominierte den Griffkampf und warf ihre Gegnerin mit einem Seoi-Nage voll auf den Rücken.
Den Kampf im Einzug um die Bronzemedaille verlor Lisanne leider gegen die deutsche Nationalmannschaftkämpferin Ulrich. Den Turniersieg sicherte sich hier Daria Bilodid. Die Ukrainerin verlor seit der WM 2017 keinen Kampf mehr und sicherte sich dabei zwei Grand-Slam und zwei Grand-Prix Siege.

Genauso stark besetzt war die Gewichtsklasse bis 52 kg. Tamara Ohl verlor hier den ersten Kampf sehr unglücklich. Noch gar nicht im Wettkampf angekommen, ließ sie sich von der späteren Turniersiegerin und früheren Europameisterin Bonna überraschen und gab die erste Wertung bereits nach fünf Sekunden ab. Den Kampf beherrschte sie dann, zwang der Französin Strafen auf, doch am Ende rettete diese leider die Wertung über die Zeit. Das Duell hätte auch durchaus anders ausgehen können.
Es folgten zwei souveräne und dominante Siege gegen Gegnerinnen aus Rumänien und der Ukraine sowie eine starke Leistung im Kampf um den Einzug ins kleine Finale. Auch dieses Duell ging über die Zeit und wurde im Griffkampf von Tamara beherrscht. Die Entscheidung brachte hier eine Wertung, die in einer „wuseligen Situation“ für beide Seiten hätte ausgehen können, hier aber leider zu Gunsten der Niederländerin.

Beide Leichtgewichte zeigen deutlich ansteigende Leistungen und mit Hinblick auf die kommenden Aufgaben stimmt uns das sehr zuversichtlich.

Weitere starke Ergebnisse lieferten unsere Bundesligakämpferinnen Teresa Zenker (bis 78 kg, Bronze), Renee Lucht (+78 kg, Fünfte) und Dena Pohl (bis 63 kg, Siebte).

 

Herzlichen Glückwunsch euch allen!

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