JC Wiesbaden muss gegen Backnang auf viele Leistungsträgerinnen verzichten

Fr, 19.05.2017, 17.13 Uhr
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von Tonja Bröder
Der Wiesbadener Kurier berichtet

Link zum Artikel von Matthias Laux

WIESBADEN - Die Liste ist prominent. Und lang. Aus Sicht von Marcel Stebani deutlich zu lang. Der Teammanager der Bundesliga-Frauen des JC Wiesbaden wird notgedrungen sehr viel improvisieren müssen am Samstag, wenn der Tabellenführer aus der hessischen Landeshauptstadt die TSG Backnang Judo (17 Uhr, Halle am 2. Ring) vor heimischer Kulisse empfängt.

„Solch einen Kampftag haben wir anscheinend jedes Jahr, an dem die halbe Besetzung fehlt“, moniert Stebani, auf dessen Liste derer, die am kommenden Wochenende nicht für den JCW auf die Matte gehen können, mehrere veritable Leistungsträgerinnen stehen.

Europaweit auf Wettbewerben unterwegs

Der Hauptgrund für die Abwesenheiten sind in erster Linie internationale Auftritte: Im spanischen La Coruña etwa findet der European Cup der U 21-Juniorinnen statt, bei dem Christina Faber, Tamara Ohl und Europameisterin Pauline Starke vor Ort sein werden.

Beim Europa-Cup der Kadetten in Polen treten aus den Reihen des JCW Marlene Winter, Hanna Rollwage und die beiden Ballhaus-Schwestern an. Und zu guter Letzt sind Manschaftskapitänin Miriam Butkereit, Vivian Herrmann und die Niederländerin Karen Stevenson beim Judo-Grand-Slam im russischen Jekaterinburg zugange.

„Am ersten Kampftag mussten wir ja schon auf einige Kämpferinnen verzichten, aber das wird dieses Mal noch getoppt“, so Stebani weiter. „Wenn ich sagen würde, es stört mich nicht, wäre das gelogen. Es schränkt einfach die Planungen ein, aber es geht anderen Vereinen ja auch so.“

Trotzdem: Der überragende Saisonstart der Hessinnen mit zwei Siegen in zwei Duellen, der sich in dem Sprung auf den ersten Tabellenplatz manifestierte, er hat Hoffnungen geschürt bei den JCW-Verantwortlichen. „Ähnlich wie gegen Großhadern werden wir zwar wieder einen qualitativ hochwertigen Kader aufstellen können am Samstag, aber es fehlt halt in der Breite“, benennt Stebani die aus seiner Sicht neuralgischen Punkte seiner Mannschaft gegen Backnang.

„Die Tabellensituation ist sicherlich nur eine Momentaufnahme“, relativiert der JCW-Teammanager den vierten Rang der Schwaben, die bislang in der Saison zwei Unentschieden verbuchen konnten. Dennoch: „Die sind mit Sicherheit nicht zu unterschätzen, zumal die TSG gerade bei den erfahreneren Kämpferinnen stärker aufgestellt sein dürfte als wir.“

Hinzu kommt der Druck, der sich laut Stebani aus den bisherigen Punkteteilungen ergibt: „Backnang weiß genau, die müssen jetzt Vollgas geben, die dürfen nicht noch einmal Federn lassen.“

Mit einem Unentschieden die TSG vom Leib halten

„Es wird wieder ein richtig taktisches Ding werden“, mutmaßt Stebani. „Wir müssen sehen, dass wir die nötigen Punkte Richtung Sieg zusammenkratzen. Auch mit einem Unentschieden könnten wir uns Backnang bis zum Ende der Runde vom Leib halten. Mal gucken, was wir noch so zaubern können.“

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