Drei Medaillen bei den Ippon Trophy in Antwerpen

Sa, 18.05.2019, 20.04 Uhr
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von Tonja Bröder
Neele Fabich, Leonie Rüenauver und Lars Berger erfolgreich

Antwerpen (Belgien), 18.05.2019 - Mit drei Medaillen sind die U18 Judoka aus Belgien zurück gekehrt. Beim Ippon Trophy Turnier belegte Neele Fabich Platz eins. Leonie Rüenauver und Lars Berger sicherten sich Bronze. Liana Yedgarian erkämpft sich einen guten fünften Platz.

Neele war an diesem Tag nicht zu schlagen. Sie gewann alle ihre vier Duelle vorzeitig, gab dabei weder eine Wertung noch eine Bestrafung ab und sicherte sich souverän den Titel!

Lars Berger war unser erster Pechvogel an diesem Tag. Nach zwei starken Siegen, lag er auch im dritten Duell vorne. Nach der halben Kampfzeit brachte er sich in eine bedrängliche Situation, die sein Gegner ausnutzte und Lars per Würgetechnik zur Aufgabe zwang. Mit etwas mehr Geduld, hätte diese Situation nicht entstehen müssen. Wenige Minuten nach dem Kampf, wahrscheinlcih als Folge der Würgeaktion, bekam Lars Nasenbluten, musste behandelt werden und dann hektisch von den Sanitätern direkt auf die Matte und der "Stopfen" in der Nase sorgte zusätzlich für eine ungewohnte Situation. Mit etwas mehr Ruhe oder auch Routine, weil das neue Erfahrungen waren, wäre auch das Duell möglich gewesen.

Trotz der Bronzemedaille war es nicht der Wettkampftag von Leonie Rüenauver. Die 63-igerin wurde direkt im ersten Kampf überrascht, lag nach wenigen Sekunden, durch eine Unachtsamkeit mit einer mittleren Wertung zurück und irgendwie fehlte danach der letzte Mut, die Gegnerinnnen zu attackieren. Dass Sie das kann hat sie dieses Jahr bereits mehrfach unter Beweis gestellt, mit starken Ergebnissen bei der DM und internationalen Turnieren. Im Vorrundenpool biss sich Leonie dann weiter durch, kam als zweite weiter und es folgte das Halbfinalduell gegen die spätere Siegerin aus Frankreich. In "Normalform" kann Leonie dieses Turnier auf jeden Fall gewinnen. Schade, aber abhaken und in zwei Wochen geht es bereits weiter beim Turnier in Venray.

Knapp am Medaillenrang vorbei schrammte Liana Yedgarian. Sie schied im Fünferpool aus, weil drei Kämpferinnen sich gegenseitig "im Kreis" geschlagen haben und eine der beiden Sportlerinnen einen kleien Vorsprung in den Unterbewertungen hatte. Den entscheidenden Kampf gab Liana knapp vor Ende der Kampfzeit mit Ippon ab. Nach spannenden und sehr engen Duellen fehlte ein wenig die notwendige Energie, um auch diesen Kampf für sich zu gewinnen. Vorher unterlag Liana der späteren Siegerin, sicherte sich dann zwei hart umkämpfte Siege gegen eine Französin mit Waza-Ari über die Kampfzeit sowie einen 7-Minutenkampf gegen eine Belgieren, den sie mit einer Waza-Ari-Wertung entscheiden konnte.

Viel Pech hatte Amelie Kaiser, die im ersten Kampf gegen die spätere SIegerin des Turniers verletzt ausschied. Amelie hat sich den Ellbogen, bei einem Armhebelversuch der Gegnerin, die sich recht unorthodox routierte, überstreckt und verdreht. Besonders ärgerlich ist es, dass die Bodensituation durchaus mehrfach hätte unterbrochen werden können, weil beide Kämpferinnen nicht mehr aktiv waren. Im Stand war Amelie bis dahin sogar die agilere Kämpferin, mit den besseren Aktionen. Schade, das hätte ein richtig guter Wettkampf werden können.

Unterm Strich war es ein gutes Turnier für uns. Fünf Kämpfer/innen, drei Medaillen und noch einiges an Luft nach oben. Allerdings sind wir nach Belgien gefahren, um mal gegen andere Gegner/innen zu kämpfen, auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. Davon war reichlich bei dem Wettkampf dabei.

Die nächste Maßnahme ist das internationale Turnier in Venray (Niederlande), mit ca. 1700 Teilnehmen aus der ganzen Welt.

 

 

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